Erfolgreiche DMS-Teilnahme trotz etlicher Hindernisse Kitzingen

Die Schwimmabteilung des TV Marktheidenfeld stellte in diesem Jahr nach langer Pause wieder 2 Mannschaften zur Teilnahme am Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS) in Kitzingen, obwohl das am Ende ganz schön schwierig geworden war. So fehlten wegen kurzfristiger Erkrankung bzw. Verletzung plötzlich nicht nur mehrere Schwimmer und Schwimmerinnen, sondern auch ein Trainer und der Abteilungsleiter sowie eine weitere mögliche Kampfrichterin, so dass alle Beteiligten oft gleich mehrere Aufgaben übernehmen mussten. Obwohl auch Trainerin Sophie Schlagmüller durch Krankheit angeschlagen war, übernahm sie die Betreuung und musste auch noch mit vier Starts ein volles Programm als Schwimmerin absolvieren. Auch Stefanie Weissbeck, die sich unter der Woche ebenfalls verletzt hatte, schwamm in drei Wettkämpfen und fungierte außerdem noch als Kampfrichterin. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb war die Freude bei den Mannschaften groß, dass man trotzdem sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern antreten und mithalten konnte.

Die Herausforderung beim DMS ist, dass eine Mannschaft in allen Schwimmstilen und auf allen Strecken jeweils einen Schwimmer stellen muss, und das sogar zweimal, weil es zwei Durchgänge gibt. Bei den Frauen hieß das alle Strecken von 50 m Freistil bis 800 m Freistil, jeweils 100 m und 200 m in Brust, Rücken und Schmetterling, sowie 200m und 400 m Lagen. Bei den Männern gab es als längste Strecke die 1500 m Freistil. Dabei kommt es nicht auf die Altersklasse an, aus der ein Schwimmer kommt, so dass es auch David-gegen-Goliath-Situationen gibt, wo ein 12-jähriger Wettkampfneuling gegen einen erwachsenen Schwimmer antreten muss, der schon Erfahrungen auf bayerischen Meisterschaften gesammelt hat. Angesichts dieser Tatsache schlug sich die sehr junge Männer-Mannschaft der TVM Wellenkiller sehr gut. Zur Halbzeit hatte sie noch auf Platz 4 der Gesamtwertung gelegen, konnte aber in Durchgang 2 mehrere Strecken nicht besetzen und landete dann in der Endabrechnung auf Platz 5. Punktesammler Nummer 1 war dabei Julian Hock, der mit Jahrgang 2001 der einzige „Große“ seiner Mannschaft war, denn die anderen waren zwischen 2005 und 2007 geboren. Julian wurde im starken Feld einmal Erster, zweimal Zweiter und einmal Dritter. Mehr als vier Starts sind nicht erlaubt, so dass mit insgesamt nur 6 männlichen Startern – wegen der Krankheitsausfälle – einige Strecken unbesetzt bleiben mussten. Ein tolles Ergebnis erzielte auch Bastian Stumm (Jg. 2007!) der über 1500 m Freistil Dritter wurde.

Bei den Frauen wurde der Start mit einer 7-er Mannschaft möglich, weil mit Leonie Bratge, Andrea Rieger und Nachwuchstrainerin Gabriele Fröhlich einige ehemalige Mannschaftsmitglieder als „Joker“ eingesetzt werden konnten, die sich toll schlugen. Als größte Punktehamsterin zeigte sich dabei Leonie Bratge, die in allen ihrer 4 Rennen auf den ersten beiden Rängen landete und dabei einen Punkteschnitt von über 420 Punkten verbuchte. Auf jeweils mehr als 300 Punkte im Schnitt kamen Andrea Rieger in ihren 3 Rennen sowie Christine Geeb und Sophie Schlagmüller in jeweils 4 Rennen. Erfreulich war auch, dass Marie Huth als Schwimmerin aus dem Breitensport in ihrem wohl ersten Wettkampf über 50 m und 200 m Freistil insgesamt über 500 Punkte holte und Stefanie Weissbeck über 200 m Brust einen dritten Platz erreichen konnte. Gabi Fröhlich holte insgesamt annähernd 1000 Punkte. Das reichte, um im Endergebnis einen 5. Platz unter 7 Mannschaften in ganz Unterfranken zu sichern – ein tolles Ergebnis.

Trotz aller Hindernisse und Ausfälle konnte der Ausflug zur DMS daher als Erfolg verbucht werden, denn die gute Mannschaftsatmosphäre durch das gegenseitige Anfeuern und die Erfahrung, auch in einem solchen Feld mithalten zu können, waren wertvolle Erkenntnisse.



Bericht von Alfred Hock