Bild: Phil Goldberg · v.l.n.r. Ronja Brehm und Dirk Brehm
Wettkampfrichtereinsatz bei Gehörlosen-Schwimm-EM
Ehrenamt endet nicht an der Vereinsgrenze
Ein besonderes sportliches Ereignis führte zwei Kampfrichter der Wellenkiller in das Westbad nach Freiburg im Breisgau: Ronja und Dirk Brehm engagierten sich dort ehrenamtlich bei der Gehörlosen-Schwimm-Europameisterschaft, die vom 25.10. bis 31.10. stattfand. Insgesamt waren 106 Schwimmer aus 20 Ländern bei dieser internationalen Meisterschaft vertreten. Das deutsche Nationalteam war mit 4 Athleten am Start.
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Auf die Suche nach Unterstützung hatte sich der Deutsche Gehörlosensportverband bereits zu Beginn des Jahres begeben. Es wurde ein Aufruf nach ausgebildeten Wettkampfrichter gestartet. Ronja und Dirk folgten diesem und stellten ihre Zeit und Erfahrung in den Dienst des internationalen Sports.
Eine Woche vor Wettkampfbeginn fand für alle Beteiligten ein Online-Meeting statt. Dabei wurde das relevante Regelwerk besprochen und Informationen, Kleiderordnung, sowie organisatorische Abläufe für die Wettkampftage vermittelt.
Am Montag waren beide als Wenderichter eingesetzt und überwachten die korrekte Ausführung der Wenden. Am zweiten Tag wechselten sie in den Call Room und waren dort für die Organisation, Vorbereitung der Schwimmer, Kontrolle des Equipments und der Akkreditierungen verantwortlich.
Ein Schwimmwettkampf dieser Größenordnung wäre ohne zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer schlicht nicht durchführbar.
Starts, Schwimmstile, Wenden und Anschläge müssen kontrolliert, bei Langstrecke Bahnen gezählt und mit Tafeln angezeigt werden. Es braucht viele Augen, damit alle Entscheidungen nachvollziehbar und regelkonform getroffen werden können. Hinzu kommen Aufgaben wie Zeitnahme, Starter, Schieds- und Schwimmrichter, Protokollführung und die Organisation im Call Room. Die EM war in 12 Abschnitte aufgeteilt, je Abschnitt waren bis zu 35 Kampfrichter im Einsatz.
Für die beiden waren die zwei Tage eine gute Mischung aus Vorläufen am Vormittag und die Finalläufe inklusive Siegerehrungen am Abend, hinzu kamen die neuen Erfahrungen an einem Wettkampf beteiligt zu sein, der nach internationalen Vorgaben durchgeführt wurde.
Ein Dankeschön geht an das BNG in Marktheidenfeld, denn Ronja wurde extra für ihren zweitägigen Einsatz vom Schulbetrieb freigestellt.




